Burgen in der Eifel: die 8 lohnendsten im Überblick
Einleitung
Die Eifel und ihre Randregionen an Mosel und Rhein haben eine ungewöhnlich hohe Burgendichte. Das hat historische Gründe: Hier verliefen Handelswege, Territorialgrenzen und Flusstäler, die kontrolliert werden wollten.
Für Besucher ist entscheidend, dass die Burgen sehr unterschiedliche Typen sind. Manche sind nie zerstört worden und original erhalten. Andere wurden im 19. Jahrhundert romantisch wiederaufgebaut. Wieder andere sind Ruinen, die man kostenlos betreten kann.
Diese Übersicht sortiert nach Entfernung vom Riedener Waldsee und sagt bei jeder, welcher Typ sie ist.
Die Übersicht
| Burg | Entfernung | Typ | Eintritt |
|---|---|---|---|
| Genovevaburg Mayen | 13 km | Teilsaniert, Museum | ab 6,00 € |
| Löwen- und Philippsburg Monreal | 15 km | Ruinen, frei zugänglich | kostenlos |
| Schloss Bürresheim | ca. 15 km | Nie zerstört, original | ab 195 Euro pro Nacht |
| Burg Eltz | ca. 30 km | Nie zerstört, original | ab 195 Euro pro Nacht |
| Festung Ehrenbreitstein | 41 km | Festung, Museum | 10,00 € |
| Reichsburg Cochem | ca. 45 km | Wiederaufbau 19. Jh. | 10,00 € |
| Manderscheider Burgen | ca. 60 km | Ruinen | Oberburg frei |
| Burg Landshut, Bernkastel | ca. 85 km | Ruine mit Restaurant | frei zugänglich |
Die drei, die sich am meisten lohnen
Burg Eltz: die berühmteste
Steht seit über 850 Jahren, wurde nie zerstört und gehört bis heute derselben Familie — inzwischen in der 34. Generation. Das macht sie zur meistfotografierten Burg Deutschlands, und der Weg durch das Elzbachtal ist Teil des Erlebnisses.
Wichtig: Die Burg ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Der Parkplatz liegt ein gutes Stück entfernt, den Rest geht man zu Fuß oder mit dem Pendelbus.
Reichsburg Cochem: die inszenierteste
Anders als Burg Eltz wurde die Reichsburg 1689 gesprengt. Was heute über Cochem thront, ließ Louis Ravené ab 1868 neugotisch wiederaufbauen — eine Burg, wie das 19. Jahrhundert sich das Mittelalter vorstellte.
Das schmälert den Eindruck nicht. Es erklärt nur, warum sie so vollständig aussieht, während echte mittelalterliche Anlagen meist Fragmente sind.
Täglich 9:30 bis 17:00 Uhr, nur mit Führung. Erwachsene 10,00 €, Familienkarte 26,00 €. Seit 1978 im Besitz der Stadt.
Schloss Bürresheim: die stille Überraschung
Ebenfalls nie zerstört, mit original erhaltenen Innenräumen — und deutlich weniger besucht als die beiden anderen. Bekannt wurde es als Drehort: In „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" spielt es Schloss Brunwald.
Nur rund 15 Kilometer entfernt und damit die naheliegendste echte Burgbesichtigung ab dem Waldsee.
Für zwischendurch: die kostenlosen Ruinen
Nicht jede Burg braucht Eintritt und Führung.
Löwenburg und Philippsburg in Monreal — zwei Ruinen aus dem 13. Jahrhundert auf gegenüberliegenden Hügeln über dem Fachwerkort. Der Aufstieg dauert wenige Minuten.
Manderscheider Burgen — Ober- und Niederburg im Liesertal. Die Oberburg ist ganzjährig frei zugänglich; die Niederburg hat eine digitale und barrierefreie Erlebniswelt. Der Burgenstieg zwischen beiden wurde als einer der schönsten Wanderwege Deutschlands ausgezeichnet.
Burg Landshut über Bernkastel-Kues — Ruine mit Restaurant und Blick über die Moselschleife. Erbaut 1276, 1692 durch ein Feuer zerstört. Bei Ausgrabungen 2012 kamen Reste einer spätrömischen Befestigung ans Licht.
Keine Burg, aber die größte Anlage: Festung Ehrenbreitstein
Die Festung über Koblenz ist die zweitgrößte erhaltene Festungsanlage Europas — allerdings keine mittelalterliche Burg, sondern eine preußische Festung des 19. Jahrhunderts.
Die Anreise ist Teil des Erlebnisses: Mit der Seilbahn geht es vom Deutschen Eck über den Rhein hinauf. 18 Panoramakabinen, eine davon mit Glasboden.
Sommer täglich 10–18 Uhr, Winter 11–16 Uhr. Erwachsene 10,00 €, Kinder 7–17 Jahre 4,00 €. Kombiticket mit Seilbahn 21,90 €.
Burgen mit Veranstaltungen
Mehrere Burgen der Region bespielen sich selbst:
- Genovevaburg Mayen — die Burgfestspiele spielen 2026 und 2027 allerdings nicht auf der Burg, sondern vor der Herz-Jesu-Kirche, weil die Oberburg saniert wird
- Reichsburg Cochem — Adventszauber und Burgweihnacht im Dezember
- Burg Satzvey (ca. 70 km) — Ritterfestspiele und Burgweihnacht mit mittelalterlichem Krippenspiel
Mehr dazu in Weihnachtsmärkte in der Eifel.
Häufige Fragen
Welche Burg in der Eifel ist die schönste?
Burg Eltz wird am häufigsten genannt — sie wurde nie zerstört und liegt malerisch im Elzbachtal. Wer weniger Besucher möchte, findet in Schloss Bürresheim eine ähnlich gut erhaltene, aber deutlich ruhigere Anlage.
Welche Burgen kann man kostenlos besichtigen?
Die Ruinen: Löwenburg und Philippsburg in Monreal, die Oberburg Manderscheid und die Burgruine Landshut bei Bernkastel-Kues. Die Innenräume von Burg Eltz, Reichsburg Cochem und Schloss Bürresheim sind kostenpflichtig und nur mit Führung zugänglich.
Wie viele Burgen kann man an einem Tag besichtigen?
Realistisch zwei. Jede Führung dauert rund 45 Minuten, dazu kommen Anfahrt, Parken und der Fußweg. Burg Eltz und Reichsburg Cochem lassen sich gut kombinieren, weil beide im Moselraum liegen.
Sind die Burgen mit Kinderwagen oder Rollstuhl zugänglich?
Nur eingeschränkt. Mittelalterliche Anlagen haben Treppen, Schwellen und Kopfsteinpflaster. Die Niederburg Manderscheid hat als eine der wenigen eine barrierefreie Erlebniswelt.
Ihr Ausgangspunkt
Dieses Ziel liegt in Reichweite unserer Ferienhäuser
Drei Ferienhäuser mit eigener Außensauna, Whirlpool und Kaminofen auf der Sonnenterrasse am Riedener Waldsee. Von hier aus starten Sie jeden Ausflug in die Eifel.

Familie Hahn
Susanne, Carmen und David Hahn vermieten die drei Ferienhäuser auf der Sonnenterrasse in Rieden und kennen die Eifel seit über zehn Jahren.