Der Laacher See: Vulkankrater, Rundwege und Kloster
Ein See, der ein Krater ist
Der Laacher See sieht friedlich aus. Tatsächlich liegt er in dem, was von einer der größten Vulkaneruptionen Mitteleuropas übrig geblieben ist.
Vor rund 13.000 Jahren brach der Laacher-See-Vulkan aus. Die Aschewolke reichte bis nach Skandinavien und Norditalien; die Bimsschichten der Osteifel stammen aus diesem einen Ereignis. Zurück blieb ein Einsturzkessel, der sich mit Wasser füllte.
Der Vulkan gilt als ruhend, nicht als erloschen. Am Südostufer steigen bis heute Gasblasen auf — sogenannte Mofetten, austretendes Kohlendioxid aus der Tiefe. Wer am Ufer entlanggeht, kann sie an mehreren Stellen im flachen Wasser sehen. Es ist ein stilles, aber eindrückliches Detail.
Der See ist 3,3 Quadratkilometer groß und an der tiefsten Stelle 51 Meter tief. Er hat keinen natürlichen Abfluss.
Zwei Rundwege
Uferrundweg (ML 2) — 8,4 km, rund 2 Stunden Führt nah am Wasser um den gesamten See. Weitgehend flach, gut zu gehen, auch mit Kindern machbar. Der Klassiker, und der Weg, auf dem Sie die Mofetten sehen.
Höhenrundweg (ML 1) — 14,1 km, 3,5 bis 4,5 Stunden, 270 Höhenmeter Verläuft oben auf dem Kraterrand, mit Blicken über den See und weit in die Osteifel. Unterwegs liegt der Lydiaturm von 1927.
Beide Wege sind ausgeschildert und lassen sich am Parkplatz beim Kloster beginnen.
Die Abtei Maria Laach
Das Benediktinerkloster wurde 1093 gegründet und gehört zu den besterhaltenen romanischen Bauwerken Deutschlands. Die sechstürmige Abteikirche ist von fast jedem Punkt des Sees aus zu sehen.
Heute leben 25 Mönche in der Gemeinschaft. Seit Oktober 2025 leitet Abt Mauritius Wilde die Abtei.
Was Sie besuchen können:
| Abteikirche | täglich 5:30–20:00 Uhr, Eintritt frei |
|---|---|
| Klosterladen und Buchhandlung | täglich 10:00–18:00 Uhr |
| Klostergärtnerei | täglich 10:00–18:00 Uhr |
| Klostergaststätte | täglich 11:00–20:00 Uhr, durchgehend warme Küche |
Führungen durch die Jesuitenbibliothek sind kostenpflichtig; die Kirche selbst kostet nichts.
Die Gärtnerei lohnt auch ohne Interesse an Kirchen — sie ist deutlich größer, als man erwartet.
Bootsverleih
Von April bis Ende Oktober können Sie am Beginn des Uferrundwegs Ruder- und Tretboote ausleihen.
Baden
Baden ist möglich, aber nur an einer Stelle: Die ausgewiesene Badestelle liegt am Campingplatz und ist nur über diesen zugänglich. Sie ist flach und für Kinder und Nichtschwimmer gut geeignet, mit Wasserpflanzen muss man rechnen. Das übrige Ufer liegt im Naturschutzgebiet.
Wer sicher baden will, bleibt am Riedener Waldsee — dort ist es offiziell ausgewiesen und amtlich überwacht. Siehe Baden im Riedener Waldsee.
Was sich gut verbinden lässt
Der Laacher See liegt zwischen Rieden und dem Rhein — man kommt auf mehreren Wegen dorthin und kann kombinieren:
- Lava-Dome Mendig (ca. 8 km vom See) — Vulkanmuseum und Lavakeller, die Fortsetzung derselben Geschichte unter Tage
- Römerbergwerk Meurin (ca. 12 km) — größter erhaltener Tuffsteinbruch nördlich der Alpen
- Wingertsbergwand bei Mendig — bis zu 40 Meter hohe Bimswand, entstanden beim Ausbruch, frei zugänglich mit Infotafeln
Alle drei gehören zum Vulkanpark Osteifel und erzählen dieselbe Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln.
Anfahrt
Von Rieden rund neun Kilometer, etwa 15 Minuten. Parkplätze gibt es beim Kloster und an mehreren Punkten am Ufer.
Der See ist ein guter erster Programmpunkt am Anreisetag — nah genug, um ihn mitzunehmen, und groß genug, um einen halben Tag zu füllen.
Ihr Ausgangspunkt
Dieses Ziel liegt in Reichweite unserer Ferienhäuser
Drei Ferienhäuser mit eigener Außensauna, Whirlpool und Kaminofen auf der Sonnenterrasse am Riedener Waldsee. Von hier aus starten Sie jeden Ausflug in die Eifel.

Familie Hahn
Susanne, Carmen und David Hahn vermieten die drei Ferienhäuser auf der Sonnenterrasse in Rieden und kennen die Eifel seit über zehn Jahren.