Beste Reisezeit für die Eifel: Monat für Monat erklärt
Warum es „das Eifelklima" nicht gibt
Zwischen dem Riedener Waldsee und dem Nürburgring liegen 30 Kilometer, und rund 250 Höhenmeter. Das klingt nach wenig. In den Klimadaten ist es ein anderes Land.
| Station | Höhe | Jahresmittel | Niederschlag/Jahr | Sonnenstunden/Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Mayen (13 km von Rieden) | 230 m | 10,0 °C | 564 mm | 1.577 h |
| Nürburg-Barweiler (nahe Nürburgring) | 485 m | 8,7 °C | 760 mm | 1.569 h |
| Nürburg (Hocheifel) | 627 m | 7,8 °C | 836 mm | 1.602 h |
Bezugszeitraum 1991–2020 · Quelle: Deutscher Wetterdienst, CDC-Klimadaten (vieljährige Mittelwerte)
Der Ortskern von Rieden liegt auf rund 380 Metern, das Gemeindegebiet reicht von 337 m an den Riedener Mühlen bis 556 m am Eselsmorgen. Der Waldsee liegt damit zwischen den beiden Welten, milder als die Hocheifel, kühler als das Rheintal.
Und jetzt der Satz, den die meisten Eifel-Texte nicht schreiben: Die Osteifel ist gar nicht so nass. 564 Millimeter im Jahr an der Station Mayen stehen 792 Millimetern im deutschen Flächenmittel gegenüber (DWD-Gebietsmittel Deutschland, 1991–2020). Die Osteifel gehört damit zu den trockeneren Ecken der Republik. Der Grund ist Geografie: Die höheren Eifelrücken im Westen fangen die Feuchtigkeit der Atlantiktiefs ab, im Lee davon, im Maifeld, in der Pellenz, im Riedener Raum, kommt weniger an.
Beim Licht sieht die Rechnung anders herum aus: 1.577 Sonnenstunden in Mayen gegenüber 1.665 im deutschen Mittel. Die Eifel ist also nicht besonders nass, aber ein bisschen grauer als der Bundesschnitt.
Das heißt aber nicht, dass es hier selten regnet. Es heißt, dass es oft ein bisschen regnet. An der Höhenstation Nürburg-Barweiler fallen im langjährigen Mittel an 122 Tagen im Jahr mindestens ein Millimeter Niederschlag, an jedem dritten Tag. Wer eine Woche Eifelurlaub bucht, sollte mit zwei bis drei nassen Tagen rechnen und einen Plan dafür haben. Genau dafür gibt es die Ausflugsziele in der Eifel bei Regen.
Die Klimatabelle: Monat für Monat
| Monat | Ø Temperatur | Niederschlag | Sonne | Was in diesem Monat los ist |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 2,0 °C | 47 mm | 46 h | Ruhigster Monat, Winterwandern, viele Museen in der Winterpause |
| Februar | 2,7 °C | 36 mm | 71 h | Trockenster Monat, Karneval, erste klare Fernsichten |
| März | 5,9 °C | 42 mm | 124 h | Die Wanderwege trocknen, Bärlauch, Buschwindröschen |
| April | 9,7 °C | 34 mm | 177 h | Zweitniedrigster Niederschlag, Laubaustrieb, ideale Wandermonate beginnen |
| Mai | 13,5 °C | 50 mm | 199 h | Ginsterblüte, lange Abende, Start der Burgfestspiele Mayen |
| Juni | 16,8 °C | 53 mm | 207 h | Badesaison beginnt am 1. Juni, Nürburgring-Saison, längste Tage |
| Juli | 18,7 °C | 61 mm | 217 h | Wärmster und sonnigster Monat, und der mit dem meisten Regen |
| August | 18,2 °C | 53 mm | 204 h | Hochsaison, wärmstes Seewasser, Badesaison endet am 31. August |
| September | 14,2 °C | 47 mm | 151 h | Beste Wanderwochen, Pilzsaison, erste Laubfärbung ab Monatsmitte |
| Oktober | 9,8 °C | 45 mm | 98 h | Laubfärbung auf dem Höhepunkt, Lukasmarkt Mayen, Pilzhauptsaison |
| November | 5,7 °C | 45 mm | 48 h | Ruhigste Wochen vor den Weihnachtsmärkten, Nebel und Fernsicht, erste Frostnächte |
| Dezember | 2,9 °C | 52 mm | 36 h | Weihnachtsmärkte, dunkelster Monat, Kaminwetter |
| Jahr | 10,0 °C | 564 mm | 1.577 h |
Klimamittelwerte 1991–2020, DWD-Station Mayen (230 m ü. NN), gerundet · Quelle: Deutscher Wetterdienst
Drei Dinge fallen an dieser Tabelle auf, die man in Reiseprospekten selten liest.
Erstens: Der nasseste Monat ist der Juli. Das ist kein Fehler und in Mittelgebirgen normal, Sommerniederschlag fällt als Gewitterschauer, oft heftig und nach zwei Stunden vorbei. Der Novemberregen bringt weniger Millimeter, fühlt sich aber viel nasser an, weil er den ganzen Tag anhält.
Zweitens: April ist der trockenste Wandermonat. 34 Millimeter und schon 177 Sonnenstunden, statistisch die beste Kombination des ganzen Jahres, wenn man Trockenheit und Licht sucht und auf Badewetter verzichten kann.
Drittens: Zwischen Oktober und November halbiert sich die Sonne. Von 98 auf 48 Stunden. Das ist der eigentliche Wechsel im Eifeljahr, nicht der Kalenderwinter.
Frühling: März bis Mai, die unterschätzte Zeit
Der Frühling ist in der Osteifel die Jahreszeit mit der besten Preis-Leistungs-Rechnung. Die Temperaturen steigen von 5,9 °C im März auf 13,5 °C im Mai, die Sonnenstunden verdreifachen sich von 124 auf 199, und der Niederschlag bleibt niedrig.
März ist ein Übergangsmonat. Die Wege im Riedener Wald sind noch weich, die Bäume noch kahl, dafür sieht man durch den unbelaubten Wald bis auf die Höhen, was ab Mai vorbei ist. Frostnächte sind bis in den April hinein normal.
April ist statistisch der trockenste Monat der ganzen Wandersaison. Wer die Wanderungen direkt ab dem Ferienpark machen will, ohne sich durch Schlamm zu arbeiten und ohne im August zwischen anderen Wanderern zu laufen, kommt jetzt.
Mai ist der Monat, in dem die Region aufwacht. Die Burgfestspiele Mayen starten ihre Spielzeit, die Ausflugsziele öffnen wieder. Der Waldsee ist um diese Zeit noch deutlich zu kalt zum Schwimmen; er ist ein Stausee ohne Zuflüsse aus der Tiefe und folgt schlicht dem Wetter der letzten Wochen.
Der ehrliche Nachteil des Frühlings: Das Wetter ist wechselhaft. Ein Maitag kann 25 °C oder 8 °C haben, und beides ist innerhalb einer Woche möglich.
Sommer: Juni bis August, die einzige Badezeit
Der Sommer ist die Hochsaison, und das aus einem sehr konkreten Grund: Es ist die einzige Zeit, in der man am Riedener Waldsee baden darf.
Die Badesaison ist amtlich auf den 1. Juni bis 31. August festgelegt, Wasserrechtliche Anordnung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz vom 13.05.2026. Das ist keine Empfehlung, sondern der Zeitraum, in dem das Baden erlaubt und die Wasserqualität überwacht wird. Was das praktisch heißt und wie warm das Wasser wirklich wird, steht im Beitrag zum Baden im Riedener Waldsee.
Klimatisch ist der Sommer hier moderat. 18,7 °C im Juli-Mittel bedeutet: angenehm, nicht heiß. An der Höhenstation Nürburg-Barweiler gibt es im Mittel 24 Sommertage über 25 °C und 4 heiße Tage über 30 °C pro Jahr (1996–2025). Im tiefer gelegenen Rieden sind es einige mehr, aber die Eifel ist kein Ort, an dem man vor der Hitze flieht, sie ist einer, an dem man vor ihr Ruhe hat. Nachts kühlt es verlässlich ab.
Der Preis dafür: Juli und August sind die Wochen, in denen die Ferienhäuser voll, die Parkplätze an Maria Laach knapp und die Traumpfade belebt sind. Wer Ruhe sucht, findet sie im Juni, Badesaison läuft, Schulferien noch nicht.
Herbst: September bis November, die beste Zeit, wenn man nicht baden muss
Wenn dieser Beitrag eine Empfehlung aussprechen soll, dann diese: September und Oktober sind die besten Wochen des Eifeljahres.
September hat noch 14,2 °C im Mittel und 151 Sonnenstunden, aber die Schulferien sind vorbei. Die Wälder sind nach dem Sommerregen feucht, die Pilzsaison beginnt, was man in der Osteifel sammeln darf und wo die Grenzen liegen, steht beim Pilze sammeln in der Eifel. Ab Monatsmitte setzt die Laubfärbung ein.
Oktober ist der Monat, für den man in die Eifel fährt. Die Laubfärbung erreicht in der zweiten Oktoberwoche ihren Höhepunkt, Hochdrucklagen halten sich länger als im Frühsommer, und die klaren Tage nach Nebelmorgen liefern Fernsichten, die es im Dunstsommer nicht gibt. Der Herbst in der Eifel hat im Magazin einen eigenen Beitrag, weil er es verdient. Dazu kommt der Lukasmarkt in Mayen vom 10. bis 18. Oktober 2026, der größte Jahrmarkt der Region, 13 Kilometer entfernt, Eintritt frei (Stand: August 2026, Quelle: mayen.de).
November ist der ehrlichste Monat. 48 Sonnenstunden, nach dem Dezember der dunkelste Wert des Jahres —, das Laub liegt am Boden, die Nebel stehen morgens in den Tälern. Zwischen dem Ende der Herbstferien und dem Start der Weihnachtsmärkte liegen zwei bis drei Wochen, in denen in der Region schlicht nichts stattfindet. Genau das ist der Punkt. Wer ein Ferienhaus mit Sauna oder Kamin bucht, bekommt in diesen Wochen das beste Verhältnis von Preis, Ruhe und Wohlgefühl, das das Jahr zu bieten hat. Der November ist keine Wanderwoche, er ist eine Rückzugswoche mit Wanderungen darin.
Winter: Dezember bis Februar, leer, kalt, und selten weiß
Hier muss man aufpassen, nichts zu versprechen, was das Wetter nicht hält.
Schnee ist in der Osteifel kein verlässlicher Bestandteil eines Winterurlaubs. Die Zahlen von der Höhenstation Nürburg-Barweiler (485 m), berechnet aus den DWD-Tageswerten der 30 Jahre 1996 bis 2025:
- 32 Tage im Jahr mit mindestens 1 cm Schneedecke, verteilt auf Januar (10), Februar (9), Dezember (6), März (4), November (2)
- 17 Tage mit mindestens 5 cm
- 9 Tage mit mindestens 10 cm
- 1 bis 2 Tage mit mindestens 20 cm
- In 8 der 30 Winter von 1995/96 bis 2024/25 lag an keinem einzigen Tag 10 cm Schnee
Und das ist die Station auf 485 Metern. Rieden liegt rund 100 Meter tiefer, also fällt dort weniger Schnee und er bleibt kürzer liegen. Wer zum Rodeln oder Langlaufen in die Eifel fahren will, hat auf den Höhen der Hocheifel um die Hohe Acht (747 m) die besseren Chancen, aber auch dort ist es Glückssache, keine Planungsgröße.
Was der Winter dafür verlässlich liefert: Leere. Die Wanderwege gehören Ihnen, und die Fernsicht ist an klaren Wintertagen die beste des Jahres. Dazu kommen im Dezember die Weihnachtsmärkte in Mayen, Kottenheim, Burgbrohl und Monschau, welche wann stattfinden, steht bei den Weihnachtsmärkten in der Eifel.
Der Haken, den man kennen muss: Im Januar hat vieles zu. Der Lava-Dome Mendig macht von Anfang Dezember bis Ende Januar Winterpause, das Schieferbergwerk Mayen vom 15. Januar bis 15. Februar, das Römerbergwerk Meurin von November bis Mitte März (alle Angaben Stand: August 2026). Wer im Januar kommt, sollte auf Wandern, Thermen und Ruhe setzen, nicht auf Museumsprogramm.
Reisezeit nach Urlaubstyp
| Sie wollen … | Beste Zeit | Zweitbeste Zeit | Warum |
|---|---|---|---|
| Im See baden | Juli, August | Juni | Badesaison ist amtlich 1.6.–31.8.; wärmstes Wasser meist Ende Juli bis Mitte August |
| Viel wandern | Mai, September | April, Oktober | Milde Temperaturen, wenig Niederschlag, lange Tage, im April die trockensten Wege |
| Ruhe und Leere | November, Januar | Februar, März | Geringste Auslastung im Jahr, Wege und Aussichtspunkte frei |
| Mit Kindern | Juli, August | Ostern, Herbstferien | Baden plus Ferienprogramm; in den Ferien öffnen Lava-Dome und Schieferbergwerk auch montags |
| Herbstfarben und Pilze | Oktober | Ende September | Laubfärbung Mitte September bis Ende Oktober, Höhepunkt zweite Oktoberwoche |
| Fotografieren | Oktober, Januar | März | Nebelmorgen und Fernsicht im Oktober, klare kalte Luft im Januar |
| Weihnachtsmärkte | Ende November, Dezember | — | Märkte in Mayen, Kottenheim und Monschau ab Mitte/Ende November |
| Wellness, Sauna, Kamin | November bis Februar | März | Niedrigste Preise, kürzeste Tage, bestes Argument fürs Drinbleiben |
| Feste und Programm | Juni bis August | Oktober | Burgfestspiele Mayen, Nürburgring-Saison; im Oktober der Lukasmarkt |
Der Fall für die Nebensaison
Die Rechnung, die viele nicht machen: Zwischen Anfang November und Mitte Dezember hat die Region alles, was sie im Juli auch hat, die Wälder, die Vulkanlandschaft, den See, die Klöster, die Bergwerke —, nur ohne die Menschen und zu anderen Preisen.
Was in der Nebensaison konkret besser ist:
- Die Wege sind frei. Der Waldseepfad, die Traumpfade rund um Rieden, die Ufer des Laacher Sees, im November begegnen Sie dort mehr Bussarden als Menschen.
- Die Aussichtspunkte sind offen. Ohne Laub sehen Sie von den Höhen über Rieden weiter als im Sommer.
- Die Innenziele sind ruhig. Eine Kellerführung im Lava-Dome im Februar ist eine andere Erfahrung als eine im August, wenn drei Familien gleichzeitig da sind.
- Die Thermen ergeben plötzlich Sinn. Die Vulkaneifel-Therme in Bad Bertrich und die Römer-Thermen in Bad Breisig sind ganzjährig geöffnet.
- Der Preis. Nebensaison ist Nebensaison.
Was Sie dafür in Kauf nehmen: kurze Tage, weniger Sonne, geschlossene Freiluftziele und die Wahrscheinlichkeit von zwei nassen Tagen pro Woche.
Und wann ist es am Waldsee am schönsten?
Für die drei Ferienhäuser am Riedener Waldsee gibt es im Grunde zwei Antworten.
Die eine ist der August: Der See ist warm, die Badesaison läuft, die Kinder sind im Wasser, und abends sitzt man draußen, bis es dunkel wird.
Die andere ist der Oktober: Der Wald rund um den See färbt sich, morgens steht Nebel über dem Wasser, die Pilze stehen im Hang, und man hat den Uferweg für sich.
Beide Antworten stimmen. Nur die zweite kostet weniger.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für die Eifel?
Für Wandern und Naturerlebnis: Mai, September und Oktober. Für Badeurlaub am See: Juli und August, denn die Badesaison am Riedener Waldsee ist amtlich auf den 1. Juni bis 31. August begrenzt. Für Ruhe und niedrige Preise: November bis Februar.
Wie viel regnet es in der Eifel wirklich?
An der DWD-Station Mayen fallen im Mittel 564 mm im Jahr (1991–2020), deutlich weniger als die 792 mm im deutschen Flächenmittel. Die Osteifel liegt im Regenschatten der höheren Westeifel. In der Hocheifel bei Nürburg sind es dagegen 836 mm. Entscheidender als die Menge ist die Häufigkeit: An der Station Nürburg-Barweiler bringen 122 Tage im Jahr mindestens einen Millimeter Regen.
Kann man in der Eifel Wintersport machen?
Verlässlich nicht. An der Höhenstation Nürburg-Barweiler auf 485 Metern liegt im Mittel nur an 9 Tagen im Jahr mindestens 10 cm Schnee, und in 8 der letzten 30 Winter gab es dort keinen einzigen solchen Tag. Rieden liegt noch 100 Meter tiefer. Die Hocheifel um die Hohe Acht (747 m) hat die besseren Chancen, planbar ist es trotzdem nicht.
Wann ist es in der Eifel am leersten?
In den Wochen zwischen dem Ende der Herbstferien und dem Beginn der Weihnachtsmärkte, also grob von Anfang bis Mitte November, sowie im Januar nach den Weihnachtsferien. In beiden Zeiträumen findet in der Region kaum etwas statt, die Wanderwege und Aussichtspunkte sind entsprechend frei. Im Januar kommt die klarste Fernsicht des Jahres dazu.
Wann färbt sich das Laub in der Eifel?
Die Färbung setzt Mitte September ein und hält bis Ende Oktober an. Der Höhepunkt liegt üblicherweise in der zweiten Oktoberwoche, kann sich aber je nach Jahr um ein bis zwei Wochen verschieben.
Wie warm ist der Riedener Waldsee im Sommer?
Der See ist unbeheizt und wird ausschließlich vom Wetter der vorangegangenen Wochen erwärmt. Im Juni ist er meist noch frisch, Juli und August sind die wärmste Phase, und im September hält er die Wärme länger als die Luft. Belastbare Messreihen der Wassertemperatur liegen nicht öffentlich vor.
Ihr Ausgangspunkt
Dieses Ziel liegt in Reichweite unserer Ferienhäuser
Drei Ferienhäuser mit eigener Außensauna, Whirlpool und Kaminofen auf der Sonnenterrasse am Riedener Waldsee. Von hier aus starten Sie jeden Ausflug in die Eifel.

Familie Hahn
Susanne, Carmen und David Hahn vermieten die drei Ferienhäuser auf der Sonnenterrasse in Rieden und kennen die Eifel seit über zehn Jahren.